Deutsch - Libyscher Wirtschaftstag

Vom 19. Februar bei der Deutschen Bank AG in Berlin

Veranstalter : Libyan – German - Chamber of Industry and Commerce e.V., Nah- und Mittelost – Verein e.V .
Gastgeber : Deutsche Bank AG Berlin

Einen guten Partner erkennt man erst in schwierigen Zeiten
Neue Chancen, weitreichende und zukunftssichere Perspektiven und ein florierender Markt. Dies waren die Schlagwörter des Deutsch – Libyschen Wirtschaftstages, welcher gemeinsam mit dem NUMOV (Nah-und Mittelost-Verein e.V.) bei der Deutschen Bank AG in Berlin stattfand.
Ungefähr 150 Unternehmer und Geschäftsleute aus den verschiedensten Branchen zeigten großes Interesse an diesem noch relativ jungen Markt, welcher momentan einen starken Aufschwung trotz Krise erlebt. Nicht zuletzt aufgrund der Privatisierungspläne der libyschen Regierung im Industrie- und Infrastrukturbereich, sowie der stabilen Wirtschaftslage, welche durch die hohen Rohstoffeinnahmen langfristig gesichert sind.
Libyen pflegt seit Jahren beste Handelsbeziehungen zu Deutschland und ist außerordentlich an deutscher Technologie und Know-How interessiert. Somit ist Deutschland nach Italien Libyens wichtigster Handelspartner. Um diese Position auszubauen und langfristig zu festigen, bedarf es stabiler wirtschaftlicher Rahmenbedingungen wie S.E. Matthias Meyer (Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Tripolis) sagte.

S.E. Herr Jamal Ali Omar El-Baraq // Bildquelle: LGC Copyright by Salem Ben Muftah
S.E. Herr Jamal Ali Omar El-Baraq // Bildquelle: LGC Copyright by Salem Ben Muftah
Ansprache von Dr. Alexander Tettenborn // Bildquelle: LGC Copyright  by Salem Ben Muftah
Ansprache von Dr. Alexander Tettenborn // Bildquelle: LGC Copyright by Salem Ben Muftah

Ein Magnet für Handel und Investition
Auch sei es wichtig die deutsch – libyschen Zusammenkünfte weiterhin zu stärken um die Intensivierung und Diversifizierung der bilateralen Beziehungen voranzubringen. Die LGC (Libyan-German-Chamber of Industry and Commerce) und das Volksbüro der Sozialistischen Libysch-Arabischen Volks-Dschamahirija  verstehen sich auch weiterhin als Ansprechpartner für jegliche Probleme zwischen Deutschland und Libyen. Dies betonte auch der Botschafter Libyens S.E. Herr Jamal Ali Omar El-Baraq, welcher mit seiner Delegation aus Industrie- und Wirtschaftsfachleuten die weitreichenden Potenziale und Chancen der der Sozialistischen Libysch-Arabischen Volks-Dschamahirija aufzeigte. Diese seien keineswegs nur Rohstoff abhängige Industriezweige, sondern vielmehr Infrastruktur, Gesundheitswesen und erneuerbare Energien. Libyen will seinen Energiemarkt bis 2030 bedeutend ausbauen und nachhaltig stärken. Nicht zuletzt durch Großprojekte wie Desertec oder neue Flughäfen und Autobahnen, welche zum größten Teil mit deutschen Partnern in Angriff genommen werden. Somit bietet Libyen auch zukünftig einen erstklassigen Ort für Investitionen und bietet sich der deutschen Seite als zuverlässiger Partner an. An dieser Stelle möchten wir nochmal die Gelegenheit ergreifen und einen außerordentlichen Dank aussprechen an alle Teilnehmenden Partner [NUMOV (Nah-und Mittelost-Verein e.V.) & Deutschen Bank AG in Berlin].

 

Vortragende

B. Roll

Herr Bernd Roll (Vorsitzender der Libyan-German-Chamber of Industry and Commerce e.V.) betonte bei seiner Begrüßungsrede, dass es auch weiterhin die Aufgabe und Pflicht der Libyan-German-Chamber sei die Unternehmer und Partner beider Länder zu unterstützen und zu fördern.

 

 

J. A. O. El-Baraq

S.E. Herr Jamal Ali Omar El-Baraq (Botschafter der Sozialisti-schen Libysch-Arabischen Volks-Dschamahirija in Berlin) begrüßte den regen Austausch von Erfahrungen und Informationen in Form von Zusammenkünften beider Länder und erachtet diese auch zukünftig als sehr wichtig um die bilateralen Beziehungen zu stärken.

 

 

M. Meyer

S.E. Matthias Meyer (Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Tripolis) sprach sich für stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen aus und erhoffte sich für die Zukunft noch engere Handelsbeziehung mit Libyen, um führender Handelspartner vor Italien zu werden.

 

 

Dr. J. Lamusche

S.E. Dr. Jamal Lamusche (Sekretär des Direktoriums für Privatisierung und Investition in Libyen) betonte bei seiner Rede den hohen Investitionswert Libyens, welcher besonders durch zukünftige Joint Venture Projekte und Privatisierung gefördert wird.

 

 

Dr. A. Tettenborn

Dr. Alexander Tettenborn (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie) nannte vornehmlich Fakten und Daten zur deutsch-libyschen Wirtschaftslage. So stiegen beispielsweise die Ausfuhren Deutschlands nach Libyen von 2007 zu 2008 um 24% auf ca. 1Mrd. Euro. Auch sprach sich Herr Dr. Tettenborn für mehr Ausbildung und Qualifizierung von libyschen Mitarbeitern bei deutschen Firmen aus.

 

 

Dr. T. Rüschen

Dr. Thomas Rüschen (Deutschen Bank AG) informierte die Teilnehmer über Projektfinanzierungen in Libyen und gab einen Einblick in das Großprojekt Desertec. Zudem unterstrich er die Wichtigkeit von erneubaren Energien und sprach sich hierbei für die Umsetzung eines politischen Rahmenpaketes beider Länder aus.

 

 

Dr. Z. Badr

Dr. Ziedan Badr (Vertreter des Ministers für Gesundheit und Umwelt in Libyen) gab Auskunft über den momentanen Stand des libyschen Gesundheitssystems und die allgemeine gesundheitliche/demografische Lage. Auch sprach sich Herr Dr.Badr für eine engere Bindung beider Länder im Gesundheitswesen aus.

 

 

F. Abougrada

Herr Fathi Abougrada (Behörde für Erneuerbare Energien in Libyen) erläuterte den Teilnehmern die momentane Energiemarktsituation in Libyen und das Bestreben nach einem höheren Anteil an erneuerbaren Energien am Gesamtmarkt. So sollen schon 2020 10% des Energieverbrauches aus erneuerbaren Energien entstehen.

 

 

Dr. N. Arifi

Dr. Nagmeddin Arifi (Wintershall Holding AG) berichtete von mehr als 50 Jahren erfolgreichem Arbeiten im Erdölsegment in Libyen. Libyen habe sich in all den Jahren so Dr.Nagmeddin als zuverlässiger und flexibler Partner erwiesen und zeige somit, dass ein erfolgreiches Wirtschaften möglich ist.

 

 

Dr. Erik Eschen

Dr. Erik Eschen (Bilfinger Berger Ingenieurbau GmbH) erläuterte aus fast 40 Jahren Libyen-Erfahrung seiner Firma Bilfinger Berger Ingenieurbau GmbH den Teilnehmern die Vorzüge die dieses Land biete. Nicht nur Großprojekte wie Flughäfen oder Fernstraßen würden deutsche Investoren locken, sondern auch die Nähe zu Deutschland, die Freundlichkeit der Libyer und die Sicherheit welche den Gästen geboten wird.